Doppelwand

Die HOFMANN-Doppelwand, auch Elementwand genannt, funktioniert im Großen und Ganzen wie die Elementdecke. Sie besteht von Werk aus aus zwei Fertigteilplatten und wird auf der Baustelle mit Vergussbeton zur fertigen Wand. Dieses Verfahren hat sich über die Jahre bewährt und wird heute in allen Bereichen des Bauens angewandt.

Mögliche Wandstärken:

Plattenstärken: 18, 20, 22, 24, 25, 30, 36,5, 40 cm

Abmessungen:
Höhe bis 3,30 m – Länge bis 8,00 m
Höhe bis 8,00 m – Länge bis 3,30 m

Technische Daten

Tragfähigkeit
Für den Nachweis der Tragfähigkeit der Wände gilt die DIN 1045 in Verbindung mit den Bestimmungen der Zulassung. Danach darf bei der Bemessung der Doppelwand so vorgegangen werden, „als ob der Gesamtquerschnitt von Anfang an einheitlich hergestellt worden wäre“.

Druckbelastung
Sämtliche Wände müssen den statischen Erfordernissen (Erddruck, drückendes und nicht drückendes Wasser, dynamische Belastung usw.) entsprechen. Die Doppelwand kann durch bauseitige Zulage in die Decke und durch Dollen bzw. aufgehenden Bewehrungsstahl aus der Betonplatte eingespannt werden.

Sondereinbauteile
Die Doppelwände werden geschosshoch hergestellt; allerdings können auch für die spätere Montage von Podestplatten o.ä. waagerechte Schlitze in der Wand ausgeführt werden.

Schalung fällt weg
Stützen bzw. Unterzüge können ebenfalls in die Wandplatten eingearbeitet werden, so dass ein aufwendiges Schalen an der Baustelle entfällt. Die Bodenwandfuge richtet sich nach den statischen und technischen Erfordernissen (z.B. WU-Beton 3 cm).

Doppelwand als „Träger“
Die HOFMANN-Doppelwand kann auch als wandartiger Träger eingesetzt werden. Dabei müssen lediglich die Übergreifungsstöße und die Einbindung in die darüber liegende Wand bzw. der Anschluss zur Decke beachtet werden.

Drückendes Wasser
Bei drückendem Wasser soll die Fuge zwischen Bodenplatte und Doppelwand z.B. mit einem Injektionsschlauch oder Vergleichbarem ausgebildet werden. Ebenso muss jede Fuge mit geeignetem Material und entsprechendem Verfahren abgedichtet werden (z.B. Adicon, Zementol, Quinting, Betodach).

Dynamische Belastung
HOFMANN-Doppelwände dürfen auch bei nicht vorwiegend ruhenden Verkehrslasten verwendet werden. Eine Beschränkung hinsichtlich der Verkehrsbelastung besteht also nicht, wenn der Gitterträger für dynamische Belastung zugelassen ist.

Massivwand

Auch hier ist wieder die Ähnlichkeit zu den Decken erkennbar. Auch die Vollmontagewand spart nochmal Zeit auf der Baustelle, da keinerlei Ortbetonergänzung anfällt. Zudem muss keine Einrichtung der Baustelle vorgenommen werden. Bei der Montage muss lediglich die Lager -und Stoßfuge mit Vergußmasse verfüllt werden.

Technische Daten

  • Betonfestigkeitsklasse
  • C30/37 – C35/45
  • Wandstärken
  • je nach Bedarf
  • Max. Elementabmessung
  • Die Abmessungen müssen den wirtschaftlichen Überlegungen (Transport/Einbau) gerecht werden
  • Oberflächenbeschaffenheit
  • Eine Seite ist schalungsglatt, die andere Seite handgeglättet auf Wunsch flügelgeglättet
  • Wandrohgewicht
  • C35/45 2,5 t/m³ ; LB 8 0,7 t/m³
  • Feuerwiderstandsklasse
  • nach DIN 4102, Teil 4 F30 bis F120
  • Wärmedämmung
  • nach DIN 4108
  • Schallschutz
  • nach DIN 4109
  • Güteüberwachung
  • PÜZ Bau GmbH, München

Vorteile:

extrem schnelle Montage (komplettes Geschoss in einem Montagetag)
Witterungsbedingte Ausfälle können minimiert werden
Fugenverguß kann auch nachträglich eingebracht werden
Installations-Leerrohre können problemlos eingebracht werden
alle Wandstärken von 8 – 30 cm in 0,5 cm – Schritten möglich